Online-Rechner zur Auslegung von Metalldetektoren

Der md_capability_calculator bestimmt die zu erwartende maximale Erkennungstiefe eines Metalldetektors und liefert zugleich praktische Empfehlungen zur Optimierung der Einstellungen. Das Tool ist für Einsteiger wie für erfahrene Schatzsucher geeignet, denn es bewertet Gerätetyp, Spulengeometrie, Arbeitsfrequenz, Leistung und die Bodenverhältnisse und rechnet daraus realistische Tiefenwerte für kleine, mittlere und große Ziele.

📝 Mit dem Rechner erhalten Sie eine objektive Einschätzung der Leistungsfähigkeit Ihres Geräts. Dadurch lassen sich Ausrüstung und Einstellungen zielgerichtet anpassen, um Suchzeiten effizienter zu nutzen. Das Tool hilft bei der Auswahl der passenden Spule, bei der Einstellung von Frequenz und Leistung sowie bei der Abschätzung der Auswirkungen von Bodenmineralisierung und Salzwasser.

Funktionsumfang auf einen Blick

  • Analyse des Detektortyps – VLF, PI, BFO oder Mehrfrequenz
  • Bewertung der Spule – DD, Mono, konzentrisch
  • Automatische Berechnung der Erkennungstiefe für drei Zielgrößen
  • Anzeige einer Vergleichsgrafik zur schnellen Einschätzung
  • Empfehlungen für optimale Einstellungen je nach Suchziel
  • Berücksichtigung von Bodenmineralisierung und Salzwasser

Arbeitsmodi und Eingaben

Der Rechner bietet zwei Betriebsarten. Im Modus zur Bewertung geben Sie die technischen Daten Ihres Detektors ein. Das Ergebnis sind konkrete Tiefenwerte in Zentimetern für kleine, mittlere und große Objekte. Im Zielbasierten Modus wählen Sie das Suchziel und den Bodentyp, das System schlägt geeignete Detektortypen, Spulen und Frequenzen vor und zeigt die erwarteten Tiefen.

Konfigurator für Metalldetektoren und Einstellungen

Wie die Tiefe berechnet wird

Die maximale Erkennungstiefe D ergibt sich aus dem Spulendurchmesser d multipliziert mit einem kombinierten Faktor, der alle relevanten Einflüsse zusammenfasst. Formal lässt sich das so ausdrücken:

D = d x Fs x P x T x S x C x Ff

Dabei stehen die Faktoren für Zielgröße, Leistung, Gerätetyp, Bodenbedingungen, Spulentyp und Frequenzeinfluss. Die einzelnen Werte sind praxisorientiert kalibriert und erlauben flexible Einstellmöglichkeiten.

Typische Werte der Faktoren

Faktor Bedeutung Typische Werte
Zielgrößenfaktor F_s Kleine, mittlere, große Ziele 0.6, 1.1, 1.8
Leistungsfaktor P Niedrige, mittlere, hohe Verstärkung 0.85, 1.05, 1.25
Gerätetyp T VLF und Mehrfrequenz standard, PI stärker 1.0 für VLF, 1.25 für PI
Bodenfaktor S Geringe bis salzige Mineralisierung 1.0, 0.92, 0.78, 0.55
Spulenfaktor C DD, Mono, konzentrisch 0.92, 1.02, 0.87
Frequenzfaktor F_f Niedrige Frequenzen begünstigen Tiefe 1.0, 0.91, 0.81, 0.71, 0.61

Beispiele zur schnellen Orientierung

Beispiel 1, Allround-Einsatz – Detektor VLF, Spule DD mit 26 Zentimeter Durchmesser, Frequenz 9 Kilohertz, mittlere Leistung und mittlere Bodenmineralisierung. Rechengrundlage ergibt erwartete Tiefen nahe 26 mal 1.1 mal 1.05 mal 1.0 mal 0.92 mal 0.92 mal 0.91. Ergebnis je nach Zielgröße wird angezeigt.

Beispiel 2, Tiefensuche – PI Detektor mit Mono Spule 70 Zentimeter, niedrige Frequenz, hohe Leistung und schwach mineralisierter Boden. Erwartete Erkennungstiefe liegt deutlich über der Spulengröße, konkrete Werte liefert der Rechner sofort.

Frequenzvergleich und Effekte

Frequenz in kHz Wirkung auf kleine Ziele Wirkung auf mittlere Ziele Wirkung auf große Ziele
4 100% 100% 100%
8 92% 92% 92%
13 82% 82% 82%
19 72% 72% 72%
33 62% 62% 62%

Praktische Empfehlungen

  • Für kleine Münzen empfiehlt sich eine VLF Frequenz im Bereich 8 bis 14 Kilohertz und eine kompakte DD Spule mit etwa 26 Zentimeter Durchmesser
  • Für tiefe Ziele wie Relikte verwenden Sie PI Technik und eine große Mono Spule mit 60 bis 90 Zentimeter Durchmesser
  • Bei Salzwasser ist auf korrosionsgeschützte Gehäuse zu achten und die Wahl fällt meist auf PI Geräte mit Spezialspulen
  • In stark mineralisiertem Boden reduzieren Sie die Frequenz und erhöhen die Leistungsverstärkung um Stabilität zu gewinnen

Workflow für verlässliche Ergebnisse

Arbeiten Sie Schritt für Schritt – zuerst Spulendurchmesser und Gerätetyp wählen, danach Frequenz und Leistung einstellen und zuletzt Bodenart angeben. Notieren Sie Zwischenergebnisse und vergleichen Sie berechnete Tiefen mit einfachen Feldtests. So gewinnen Sie rasch Vertrauen in die Prognosen und optimieren Ihre Suchstrategie.

✍ Dieser Rechner liefert schnelle und fundierte Abschätzungen zur maximalen Erkennungstiefe. Er unterstützt bei Geräteauswahl, Einstellung und Planung von Suchaktionen. Kombinieren Sie die Berechnungen mit praktischen Tests, um die Prognosen zu verifizieren und Ihre Ausrüstung optimal einzustellen.

Empfohlene Fachliteratur

  • Markus Lang, Metalldetektion Praxis kompakt, Technik und Suche
  • Sabine Roth, Schatzsuche und Fundortanalyse, Methoden und Ausrüstung
  • Peter Neumann, Grundlagen der Ortungstechnik, Theorie und Anwendung
Wolfgang Fischer
Wolfgang Fischer
Spezialist für Baustatik

Experte für Tragwerksplanung, 3D-Modellierung und angewandte Mathematik. Wolfgang entwickelt präzise Werkzeuge für Bauingenieure und anspruchsvolle Heimwerker.