Ein gutes Carport schützt das Fahrzeug vor Sonne, Hagel und Schnee. Der Rechner hilft, Maße festzulegen, Material zu kalkulieren und ein realistisches 3D-Modell zu erstellen. Kurz gesagt, Sie bekommen ein fertiges Zahlenwerk für Einkauf und Montage.
Welche Bauform passt
Vor der Eingabe der Zahlen sollten Sie die Form wählen. Jede Ausführung hat klare Vorzüge und Einsatzbereiche.
1. Bogenförmiges Dach — bewährt und schön
- Vorteile: Aerodynamik, Schnee rutscht ab, optisch ansprechend.
- Einsatz: Ideal mit Hohlkammer-Polycarbonat als Lichtlösung.
2. Satteldach — maximale Stabilität
- Vorteile: Sehr steif, große Belastbarkeit, einfache Eindeckung.
- Einsatz: Empfehlenswert in Regionen mit starken Schneefällen.
3. Pultdach — einfach und günstig
- Vorteile: Geringer Materialaufwand, leichte Montage, schnelle Entwässerung.
- Einsatz: Wenn das Carport an eine Wand anschließt oder wenig Platz zur Verfügung steht.
Welche Abmessungen sind sinnvoll
Fehlerquelle Nummer eins: exakt nach dem Wagenmaß rechnen. Bauen Sie großzügiger.
Nützlicher Größenleitfaden
| Fahrzeugtyp | Empfohlene Breite | Empfohlene Tiefe | Minimale Höhe |
|---|---|---|---|
| Kleinwagen | 3,2 bis 3,8 m | 5,8 m | 2,0 m |
| SUV und Crossover | 3,9 bis 4,4 m | 6,4 bis 6,9 m | 2,4 m |
| Zwei Fahrzeuge nebeneinander | 6,2 bis 7,0 m | 6,8 m | 2,4 m |
Die Höhe sollte nicht zu groß werden, sonst weht Schrägregen oder Schnee hinein. Für Familien mit Dachbox gilt: Fahrzeughöhe plus 40 bis 50 Zentimeter.
Eindeckung — Polycarbonat oder Trapezblech
- Hohlkammer-Polycarbonat: Lichtdurchlässig, biegsam, eignet sich für Bögen. Empfehlung: Materialdicke ab 8 bis 12 Millimeter je nach Spannweite.
- Profilblech: Lichtundurchlässig, sehr langlebig, benötigt stabile Unterkonstruktion und Gummidichtungen gegen Klappern.
Montagepraxis und Stabilität
- Riegelabstand: Ein Meter gilt als praxisbewährter Standard. Bei 1,5 bis 2 Metern steigt der Materialbedarf für stärkeres Profil deutlich an.
- Fundament: Pfosten gehören in Beton bis unter Frosttiefe. Übliche Einbindetiefe beträgt circa 90 bis 130 Zentimeter je nach Boden und Klima.
- Korrosionsschutz: Vor dem Bedachen Rahmen grundieren und mit Rostschutz versehen. Besonders Schraubstellen und Schweißnähte versiegeln.
Schneelast und Dachneigung
Im Rechner sind Neigungen zwischen 22 und 27 Grad voreingestellt. Diese Neigung begünstigt das Abrutschen von Schnee und reduziert statische Belastungen. Bei sehr flachen Dächern unter 12 Grad sammelt sich Schnee deutlich länger. Nassschnee kann bis zu 200 bis 320 Kilogramm je Quadratmeter wiegen, deshalb auf größere Profile oder engere Abstände achten.
Empfohlene Rohrquerschnitte
- Pfosten: Für Carports bis 4 Meter lichte Breite sind Profile 60 mal 60 Millimeter oder 80 mal 80 Millimeter mit drei Millimeter Wandstärke robust und praxiserprobt.
- Träger und Bögen: Profile 40 mal 20 Millimeter oder 40 mal 40 Millimeter mit zwei Millimeter Wandstärke kombinieren gutes Gewicht mit ausreichender Steifigkeit.
- Ummantelung und Lattung: Für Querriegel genügen 25 mal 25 Millimeter oder 20 mal 20 Millimeter Rohre.
Sturm- und Windangriff beachten
Verankern Sie Pfosten mit geeigneten Ankerbolzen in der Bodenplatte. Abschirmungen und seitliche Verkleidungen erhöhen Windlast. Prüfen Sie lokale Vorschriften zu Sturmzonen und gegebenenfalls zusätzliche Verankerungen einplanen.
Entwässerung und Regenrinnen
Leiten Sie Dachwasser kontrolliert ab. Einseitiges Gefälle oder integrierte Rinnen vermeiden Pfützen am Eingangsbereich. Planen Sie Fallrohre und Anschlüsse an die Regenwasserableitung ein, um Grundstücksabfluss zu verhindern.
Elektrik, Beleuchtung und Sicherheit
- Beleuchtung über Bewegungsmelder ist praktisch und energieeffizient.
- Planen Sie Steckdosen an einer Säule für Akkulader oder Servicearbeiten.
- Für geschlossene Carports kann Rauchmelderpflicht oder Brandschutz zu beachten sein.
Wartung und Lebensdauer
Kontrolle in Intervallen, mindestens alle zwei Jahre, erhöht die Lebensdauer. Schrauben nachziehen, Schutzanstrich prüfen, Polycarbonat reinigen. Schneelasten zeitnah entfernen, wenn das Material sichtbar durchhängt.
Kurzanleitung zur Nutzung des naves_calc
- Wählen Sie die Bauform, Bogen, Sattel oder Pult.
- Geben Sie Länge, Breite und Höhe ein.
- Legen Sie Rahmenabstand fest, empfohlen 1,0 Meter.
- Wählen Sie Profilquerschnitt und Material.
- Sofort sehen Sie eine Materialliste, Gewichtsabschätzung und ein 3D-Modell zur Kontrolle.
Beispielrechnung knapp
S = 6.5 × 4.8 = 31.2 m²
P = 2 × 6.5 + 2 × 4.8 = 13.0 + 9.6 = 22.6 m
N = ⌊6.5 / 1.0⌋ + 1 = ⌊6.5⌋ + 1 = 6 + 1 = 7
L_arc ≈ 5.1 m
L_total ≈ 58.4 m
58.4 × 0.00224 = 0.130816
0.130816 × 7850 = 1026.9056 kg
m ≈ 1026.9 kg
Checkliste vor Baubeginn
- Grundstücksgrenzen prüfen und Nachbarn informieren.
- Baurechtliche Bestimmungen und mögliche Genehmigung klären.
- Frosttiefe und Bodenbeschaffenheit ermitteln.
- Materialliste aus dem Rechner ausdrucken und Werkzeuge vorbereiten.
Mit erhalten Sie eine belastbare Planungsgrundlage, präzise Materialmengen und eine visuelle Vorschau. Das spart Zeit und reduziert Fehlkäufe. Für kritische Standorte und komplexe Lasten ist eine Ingenieurprüfung empfohlen. Trotzdem eignet sich der Rechner hervorragend für schnelle, saubere Ergebnisse und die Vorbereitung der Baustelle.

Empfohlene Fachliteratur
- Carport und Überdachungen selbst planen und bauen, Praxisratgeber für Heimwerker
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- Bauphysik für Praktiker, Grundlagen zu Wind, Schnee und Feuchte








