| Parameter | Wert |
|---|---|
| Taupunkt | — |
| Partialdampfdruck e | — |
| Sättigungsdampfdruck eₛ | — |
| Absolute Feuchte | — |
| Feuchttemperatur, Wet-Bulb | — |
| Sättigungsdefizit eₛ - e | — |
| Mischungsverhältnis w | — |
| Spezifische Feuchte q | — |
Mit diesem Werkzeug berechnen Sie aus Lufttemperatur und relativer Feuchte schnell Taupunkt, absolute Feuchte, Mischungsverhältnis und die spezifische Feuchte. Die Anzeige berücksichtigt den aktuellen Luftdruck und liefert Werte, die in Klima- und Ingenieuraufgaben direkt verwendet werden können. Luftfeuchte steht im Mittelpunkt, weil sie Komfort, Materialschutz und Prozessqualität bestimmt.
Was der Rechner leistet
- Taupunkt in Grad Celsius
- Absolute Feuchte in Gramm pro Kubikmeter
- Mischungsverhältnis w in Gramm pro Kilogramm Luft
- Spezifische Feuchte q in Gramm pro Kilogramm feuchter Luft
- Reserve bis zur Sättigung, also eₛ minus e
Wesentliche Eingaben
- Temperatur, angegeben in °C
- Relative Feuchte, Prozent zwischen 0 und 100
- Atmosphärendruck, Hektopascal, wichtig für w und q
Formeln kurz und klar
Nasse Luft setzt man sauber mit der Magnus-Tetens Formel an. Die Sättigungsdampfdrucke ergeben sich über folgende Näherungen.
Gesättigter Dampfdruck eₛ in hPa:
$$e_s = 6.112 \times \exp\left(\frac{17.27\,T}{237.7 + T}\right)$$
Partieller Dampfdruck e bei gegebener relativer Feuchte RH:
$$e = \frac{\mathrm{RH}}{100}\; e_s$$
Taupunkt T₍dew₎ in °C über Hilfsgröße α:
$$\alpha = \ln\left(\frac{\mathrm{RH}}{100}\right) + \frac{17.27\,T}{237.7 + T}$$
$$T_{\mathrm{dew}} = \frac{237.7\,\alpha}{17.27 – \alpha}$$
Absolute Feuchte AH in g m⁻³:
$$\mathrm{AH} = 216.7 \times \frac{e}{T + 273.15}$$
Mischungsverhältnis w in kg kg⁻¹ und in g kg⁻¹:
$$w = 0.622 \times \frac{e}{P – e}$$
$$w_{g/kg} = 1000 \times w$$
Spezifische Feuchte q in kg kg⁻¹ und in g kg⁻¹:
$$q = \frac{w}{1 + w}$$
$$q_{g/kg} = 1000 \times q$$
Kurztabelle absolute Feuchte, typische Werte
Die Tabelle basiert auf AH = 216.7 × e ÷ Tₖ. Zahlen dienen als Orientierung für Planer und Haustechniker.
| Temperatur °C | RH 25% | RH 50% | RH 85% |
|---|---|---|---|
| 5 | 2.10 | 4.20 | 7.14 |
| 12 | 4.05 | 8.10 | 13.77 |
| 18 | 6.60 | 13.20 | 22.44 |
| 23 | 9.10 | 18.20 | 30.97 |
| 28 | 12.10 | 24.20 | 41.07 |
Praktisches Rechenbeispiel, Schritt für Schritt
Hier eine neue Rechenfolge mit abgeänderten Zahlen für klares Nachvollziehen.
- Eingabe: T = 22 °C, RH = 55%, Druck P = 1000 hPa
- Berechnung eₛ: eₛ ≈ 6.112 × exp 17.27×22 ÷ 259.7 ≈ 26.06 hPa
- Partieller Dampfdruck e: e = 0.55 × 26.06 ≈ 14.333 hPa
- Absolute Feuchte AH: AH = 216.7 × 14.333 ÷ 295.15 ≈ 10.52 g m⁻³
- Taupunkt Tdew: α = ln 0.55 + 17.27×22 ÷ 259.7 ≈ 1.05, daraus Tdew ≈ 11.8 °C
- Mischungsverhältnis w: w = 0.622 × 14.333 ÷ (1000 − 14.333) ≈ 0.00904 kg kg⁻¹ = 9.04 g kg⁻¹
- Spezifische Feuchte q: q ≈ 0.00904 ÷ 1.00904 ≈ 0.00896 kg kg⁻¹ = 8.96 g kg⁻¹
Praxisnutzen und typische Anwendungen
Diese Werte sind unmittelbar nützlich beim Heizen, Lüften, Klimatisieren, in Trocknungsprozessen und in Lagerplanung. Absolute Feuchte entscheidet, wie viel Wasser tatsächlich in einem m³ Luft steckt. Taupunkt gibt Aufschluss, ob an Oberflächen Kondensat entstehen wird. Mischungsverhältnis und spezifische Feuchte sind erforderlich für Bilanzrechnungen in Lüftungsanlagen und bei Prozesssteuerungen in der Industrie.

Tipps für die Anwendung
- Bei stark abweichendem Druck P den korrekten Wert einsetzen, sonst weichen w und q merklich ab
- Für Komfortfragen reicht meist die relative Feuchte und der Taupunkt
- Für maschinennahe Prozesse nutzen Sie w und q, diese Werte sind druckabhängig
- Runden nach Zweck: Klimaüberwachung 1 Stelle, wissenschaftliche Auswertung zwei Stellen
Fehlerquellen und Vorsicht
Messungen mit billigen Sensoren liefern oft verzerrte RH Werte bei sehr niedrigen oder sehr hohen Temperaturen. Auch falscher Druck führt zu Abweichungen beim Mischungsverhältnis. Bei kritischen Projekten kalibrieren Sie Sensoren und prüfen Berechnungen mit einer zweiten Methode.
📈 Ein schneller Check mit diesem Rechner liefert die wichtigsten Feuchtegrößen und zeigt Gefahren für Kondensation, Schimmel und Prozessfehler auf. Luftfeuchte richtig zu bewerten reduziert Schäden an Materialien und spart Energie durch optimiertes Lüften und Heizen.
Empfohlene Literatur
- Praxisbuch Raumlufttechnik — Grundlagen, Berechnungen, Anwendungen
- Atmosphärische Thermodynamik kompakt — Feuchte, Dampf und Prozesse
- Handbuch der Klimatechnik — Planung, Messung und Regelung
- Feuchte in Gebäuden — Schäden vermeiden, richtig lüften und trocknen








